Ich arbeite nach den Ausbildungsmethoden meines Partners GAK9 National Training Center, USA

Der Fokus liegt hierbei u. a. auf:

  •         viel Motivation
  •         schrittweisem Aufbau
  •         Double blind trails
  •         Trainieren von Ablenkungen
  •         Trainieren von Geruchsunterscheidung

Motivation

Die Motivation des Hundes ist das A und O. Ohne geht’s nicht. Ich beginne mit sogenannten „Fire-Trails“, bei denen der Hund im ersten Schritt die Person kurz wegrennen sieht. Die Dauer und Intensität ist abhängig von Hund bzw. Team und sehr individuell. 

 

Double blind Trails

Ich  beginne mit single blind Trails. Bedeutet: ich als Trainer kenne den Trailverlauf, der Hundeführer jedoch nicht. In den Anfängen hat der Hundeführer gelernt, seinen Hund zu lesen und weiß wie er in bestimmten Situationen reagieren muss. Sobald das klappt, wird immer mal wieder double blind trainiert. Double blind heisst: niemand kennt den Trailverlauf. Entweder man kommt in einer bestimmten Zeit an oder nicht. Für mich der ultimative Test, um dem Team eine ehrliche und erfolgreiche Arbeit zu bescheinigen.

Schrittweiser Aufbau

Schrittweiser Aufbau ist unerlässlich. Bei einem zu schnellen Voranschreiten leidet die Basis. Eine fundierte Basis ist gerade bei professionellem Trailing unerlässlich. Nicht jeder Hund oder Hundeführer ist gleich. Manche Hunde brauchen ein wenig länger, bis sie das Spiel verstanden haben, denn das sollte es für den Hund sein: ein Spiel. Auch mancher Hundeführer hat anfangs Probleme, mit der 10 m Leine richtig umzugehen, ohne den Hund zu behindern. Nach den "fire trails" am Anfang wird schnellstmöglich die Sicht abgebaut, der Hundeführer lernt das Leinenhandling, nach den Starts auf weichem Untergrund kommt bald der Untergrundwechsel. Zum Aufbau auf Asphalt gibt es gute Übungen, es dem Hund leicht zu machen. Nach und nach werden die Gebiete schwieriger, auch in Form von Ablenkungen. 

Trainieren von Ablenkungen

Neben fehlender Motivation für diesen Job (ja, es gibt tatsächlich Hunde, die an diesem Spiel keinen Spass haben), ist Ablenkung das grösste Problem für einen Trailhund. Oftmals unerkannt switschen Hunde vom eigentlich Trail auf einen anderen Geruch, weil dieser frischer ist oder einfach interessanter. Hier kommt wieder die Basis ins Spiel: denn, je motivierter der Hund ist und je lieber er fremde Menschen sucht, desto weniger lässt er sich ablenken. Es ist wichtig, dass der Hundeführer damit umgehen kann. Lässt ein Hund sich von anderen Hundegerüchen, herumliegendem Essbaren, anderen Menschen oder Hunden ablenken, wird es schwierig bis unmöglich, je einen Vermissten zu finden.

Trainieren von Geruchsunterscheidung

Geruchsunterscheidung ist das A und O des Trailhundes. Der schrittweise Aufbau von sogenannten "split Trails" bzw. trailen im kontaminierten Gebiet (z. B. Einkaufszentrum) muss sorgfältig trainiert werden. Man kann nicht erwarten, dass der Hund tatsächlich nur dem Geruch in der Tüte folgt. Das Programm von GAK9 ist hierbei hilfreich und kein Hexenwerk, man benötigt hierzu nur Geduld.