Unsere Arbeitsweise

 

Unsere Ausbildung zum Mantrailer unterscheidet sich von dem, was in Hundeschulen als Beschäftigung angeboten wird. Unser Training ist ausgerichtet auf professionelles Training für HiOrgs und Rettungshundestaffeln sowie für engagierte Freizeittrailer, mit einem gehobenen Anspruch. Wir bieten kein 08/15 Training. Unser Training ist nichts für Weicheier oder Schönwettertrailer. Bitte bedenkt das, bevor ihr euch an uns wendet. Dafür garantieren wir qualitativ hochwertiges Training.

 

Wir arbeiten nach den Ausbildungsmethoden unseres Partners GAK9 National Trailing Center, USA.

 

Der Focus liegt hierbei u. a. auf:

  • schrittweisen Aufbau
  • viel Motivation
  • Double Blind Trails
  • Trainieren von Ablenkungen
  • Trainieren von Geruchsunterscheidung

Wir gehen auf jedes Team individuell ein und gestalten das Training passend zum aktuellen Leistungsstand. Ein schrittweiser Aufbau, ist uns dabei besonders wichtig, denn bei einem zu schnellen Voranschreiten leidet die Basis. Eine fundierte Basis ist gerade im professionellen Trailing unerlässlich. Die Motivation des Hundes ist beim Mantrailing das A und O. Ohne geht es nicht. Wir beginnen mit sogenannten "Fire Trails", Motivationstrails bei denen der Hund lernt, eine Person zu verfolgen. Die Dauer und Intensität ist abhängig davon, wie schnell der Hund das Spiel versteht - denn genau das sollte es für den Hund sein: ein Spiel. 

 

Nach den Fire Trails wird nach und nach die Sicht abgebaut, der Hundeführer lernt mit der Zehn-Meter-Leine umzugehen und der Hund auf unterschiedlichen Untergründen zu suchen. Wir beginnen mit Single Blind Trails. Das bedeutet, der Trainer kennt den Trailverlauf, der Hundeführer jedoch nicht. Der Hundeführer lernt, seinen Hund zu lesen und wie er in bestimmten Situationen reagieren muss. Sobald das gut klappt, beginnen wir auch mit Double Blind Trails. Hierbei kennt niemand den Trailverlauf, bis auf die Person, die sich versteckt. Entweder man kommt innerhalb einer gewissen Zeit beim Runner an oder eben nicht. Für uns der ultimative Test, um dem Team eine ehrliche und erfolgreiche Arbeit zu bescheinigen.

 

Neben fehlender Motivation für diesen Job (ja, es gibt tatsächlich Hunde, die an diesem Spiel keinen Spaß haben), ist Ablenkung das größte Problem für einen Trailhund. Oftmals unerkannt switschen Hunde vom eigentlichen Trail auf einen anderen Geruch, weil dieser frischer oder einfach interessanter ist. Hier kommt wieder die Basis ins Spiel, denn je motivierter der Hund ist und je lieber er fremde Menschen sucht, desto weniger lässt er sich ablenken. Es ist wichtig, dass der Hundeführer damit umzugehen weiß. Lässt sich ein Hund von anderen Hundegerüchen, herumliegendem Essenbaren, anderen Menschen oder Tieren ablenken, wird es schwierig bis unmöglich, je einen Vermissten zu finden.

 

Ebenfalls ein enorm wichtiges Thema ist die Geruchsunterscheidung. Der schrittweise Aufbau von "Split Trails" bzw. trailen im kontaminierten Gebiet muss sorgfältig trainiert werden. Man kann nicht automatisch erwarten, dass der Hund tatsächlich nur dem Geruch vom Geruchsartikel folgt.

 

Nach vielen Einsätzen, unzähligen Seminaren, Workshops, Trailtreffen, Ausprobieren mehrerer Philosophien und Neuanfängen war die Erkenntnis, dass ein schrittweiser Aufbau mit viel Motivation und lernen der Körpersprache sowie dem Überprüfen des Erlernten mit Double Blind Trails, der einzig wirkliche Weg ist, um sich nicht selbst zu belügen, sondern genau zu wissen, wo man tatsächlich steht. Wirklich professionelles und ehrliches Trailen ist hart. Trainiert Double Blind.

 

Bis ein Hund einsatzfähig ist, dauert es einige Jahre und erfordert viel Training und Erfahrung. Das Programm von GAK9 ist hierbei hilfreich und kein Hexenwerk. Man benötigt dazu nur Geduld.

 

In eigener Sache: wir stellen verstärkt fest, dass einige sog. „Trainer“ behaupten, nach der Trainingsmethode von GAK9 zu trainieren und mit dem Logo von GAK9 gekennzeichnet sind. Leider werden Hundeführer hier in die Irre geführt (besonders in NRW), denn nicht überall, wo GAK9 draufsteht ist auch GAK9 drin! Bitte informiert euch vorher. Nur ein oder zwei besuchte Seminare sind nicht ausreichend, um andere Hundeführer nach GAK9 professionell anzuleiten. Ausgenommen sind diejenigen Trainerkollegen, die zwar keine offiziellen GAK9 Trainer sind, aber dennoch gut nach dieser Methode arbeiten und viele GAK9 Seminare und Trainings besucht haben.